Mit der Gesundheit der österreichischen Jugendlichen ist es schlecht bestellt: Übergewicht, Fettsucht, Alkohol, Drogen und Infektionskrankheiten gefährden immer mehr und immer jüngere Kinder. Wenig Sport, zu viel Fernsehen und Computerspiele, verbunden mit meist übermäßiger und falscher Ernährung führen zu Übergewicht. Bereits Kinder greifen zu Alkohol und Drogen und mangelnder Impfschutz, etwa gegen das Hepatitis-B-Virus oder gegen eine Meningokokken -C-Infektion, führt zu vermeidbaren Erkrankungen. Auch die Ansteckung durch eine HIV-Infektion aufgrund immer früher einsetzender sexueller Kontakte wird mangels Aufklärung unterschätzt.
Das Österreichische Grüne Kreuz für Vorsorgemedizin (ÖGK) tritt nun gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) an die österreichische Bundesregierung mit dem Vorschlag heran, eine bundesweite Aktion zur Verbesserung der Jugendgesundheit durchzuführen.
Das wichtigste dabei: Die Jugendlichen müssen motiviert werden, tatsächlich zu einem Facharzt/Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde oder praktischen Arzt/Ärztin zu gehen und sich untersuchen und impfen zu lassen. Als „Belohnung" für regelmäßige Arztbesuche, Erreichen des Normalgewichts, Nichtrauchen und vollständige Durchimpfung erhält jede(r) Jugendliche bei Volljährigkeit eine einmalige Prämie.
Ein bereits ausgearbeitetes Konzept über die administrative, medizinische und finanzielle Durchführung dieser Aktion „Gesunde Jugend" wird im Frühjahr 2005 mit Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat besprochen.
C.F.
|