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Presseaussendung: Internationaler Tag der Frühgeborenen, 17.11.2009
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Kleine Helden ganz groß!
Internationaler Tag der Frühgeborenen am 17. November 2009
Informationsnachmittag für betroffene Eltern im Beisein von Experten und Ärzten und große Charity-Gala im Hotel Weitzer in Graz mit Modenschau von Brigitte Stajan – präsentiert von ehemaligen Neu- und Frühgeborenen

Zum ersten Mal bekommen auch die Allerjüngsten und Allerkleinsten unter uns ihren Ehrentag: Am 17. November 2009 wird erstmals der „Internationale Tag der Frühgeborenen“ sowohl in Europa als auch in Amerika und Australien gefeiert. Aus diesem Anlass gestaltet der Verein „Kleine Helden – Initiative für Früh- & Neugeborene“ aus Graz für betroffene Eltern ab 13.30 Uhr im Hotel Weitzer einen Informationsnachmittag über wichtige Hilfestellungen nach dem Aufenthalt mit ihrem Frühchen im Krankenhaus. Mit dem Erlös des anschließenden Charity-Abends sollen Forschung und psychologische Betreuung ausgebaut werden.


Zeit:
Dienstag, 17. November 2009
13.30-16.00 Uhr Informationsnachmittag zum Thema Frühgeburten
18.30 Uhr Charity-Event mit Kindermodenschau von Brigitte Stajan

Ort:
Hotel Weitzer, Graz


Gesprächspartner:
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Müller, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz, Leiter der Klinischen Abteilung für Neonatologie
Univ.-Prof. Dr. Berndt Urlesberger, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz, Stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Neonatologie
Mag. Dina Hotter-Rahman, Obfrau des Vereins „Kleine Helden – Initiative für Früh- & Neugeborene“


Fortschritt in neonatologischer Intensivmedizin steigert Überlebensrate

Etwa 11 Prozent aller Neugeborenen in der Steiermark sind Frühgeburten. Noch vor 20 Jahren grenzte es an ein Wunder, wenn ein Frühgeborenes mit 24 Schwangerschaftswochen überlebte. Die Säuglingssterblichkeit bei den extrem kleinen Frühgeborenen (<1000 Gramm) war in Österreich 1990 mit 58% noch sehr hoch. Heute ist durch den Fortschritt in der Geburtshilfe, aber vor allem auch durch den Fortschritt in der neonatologischen Intensivmedizin ein gesundes Frühgeborenes mit 500 Gramm Geburtsgewicht keine Seltenheit mehr. In Österreich überlebt ein Viertel der Früh-geborenen, die mit 23 Schwangerschaftswochen zur Welt kommen, aber schon drei Viertel jener, die mit 24 Schwangerschaftswochen geboren werden.


Die Zeit nach dem Aufenthalt im Krankenhaus

Was es tatsächlich bedeutet, ein Kind heranwachsen zu sehen, das mit 24 Schwangerschaftswochen zur Welt kam, kann die Obfrau des Vereins, Frau Mag. Dina Hotter-Rahman, als persönliche Betroffene am besten nachvollziehen. Sie kennt die Herausforderungen, wenn das eigene Kind intensivmedizinisch betreut wird und weiß auch, wie wichtig die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt ist, zu wissen, wo welche Therapien für das Baby möglich sind, wo es psychologische und finanzielle Unterstützung gibt, wo man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann, auch im Todesfall eines Frühchens. Daher initiiert der Verein am 17. November 2009 aus Anlass des „Internationalen Tages der Frühgeborenen“ im Hotel Weitzer einen Informationsnachmittag und daran anschließend einen Charity-Abend (im Beisein von Experten und Ärzten), Journalisten sind herzlich eingeladen, Interviewmöglichkeiten sind gegeben.


Frühgeburten in Graz

Stellungnahme Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Müller, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz, Leiter der Klinischen Abteilung für Neonatologie:

Pro Jahr werden an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz etwa 600 Neu- und Frühgeborene stationär aufgenommen, zwei Drittel davon sind Intensivpatienten. Im Jahr 2008 wurden 385 Frühgeborene betreut, darunter waren 70 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm. Lediglich sechs von diesen 70 Kindern verstarben. Was die Überlebensrate ohne bleibende Erkrankung und auch das Auftreten von Komplikationen betrifft, so zählt die Neonatologie in Graz zu den besten 25 Prozent der Welt. Dies wird in der Datenbank des „Vermont Oxford Network“ dokumentiert, das weltweit richtungsweisende Instrument zur Prüfung der Qualität neonatologischer Intensivmedizin. In der VON-Datenbank vergleichen über 500 neonatologische Zentren der ganzen Welt ihre Daten von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht zwischen 500 Gramm und 1500 Gramm.

Über 90 Prozent aller Frühgeborenen, das heißt, Kinder, die zwischen der 28. und 36. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, führen als Erwachsene ein beschwerdefreies, normales Leben, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Kinder, die noch vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden, das sind etwa 5 Prozent aller Frühgeborenen, haben ein höheres Sterblichkeitsrisiko und auch das Risiko einer Behinderung bzw. Erkrankung ist steigend. Von diesen 5 Prozent ist jedoch auch etwa die Hälfte gesund. Die verbleibenden wenigen Kinder sind jene mit einer neurologischen Behinderung. Diese kleinen Frühgeborenen stehen an der Grenze zur Lebensfähigkeit und es bedarf – gemeinsam mit den Eltern - eines sensiblen Abwägens über Für und Wider des Einsatzes intensivmedizinischer Methoden.


Kontakt:
eMail:kontakt@kleine-helden.at oderwww.kleine-helden.at

>Presseaussendung_Internationaler_Tag_Fruehgeborenen_171109.pdf  37.1 kB

Erstellt am 4.11.2009 | Zuletzt bearbeitet am 22.12.2009