
Es ist unbestritten, dass die Lebenserwartung eines Kindes mit einer schweren Erkrankung davon abhängt, wo es in Europa geboren wird. Ziel einer EU-geförderten Konferenz vom 17. – 18. November in Wien ist eine Verbesserung der medizinischen Versorgung schwerkranker Kinder in den
neuen Mitgliedsstaaten der EU, in Kandidatenländern sowie im Westbalkan.
Die Konferenz heißt
„Bridges for CHILD“, wobei
CHILD für: Combating/ Counteracting-Health Inequalities in –Life-threatening- Diseases steht. Diese lebensbedrohlichen Krankheiten umfassen Erkrankungen des Herzens, der Lunge, der Leber oder der Niere, aber auch Blut-und Knochenmarkserkrankungen.
Veranstalter sind die Kinderkardiologin Univ. Prof. Dr. Ulrike Salzer-Muhar und der Kindernephrologe Univ. Prof. Dr. Christoph Aufricht. Beide arbeiten an der von Univ. Prof. Dr. A. Pollak geleiteten Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde (AKH-Wien/Medizinische Universität Wien).
Einige der Round-Table-Diskussionen werden sich mit der Verbesserung der Versorgung herzkranker Kinder im Kosovo befassen, mit der Patienten-sicherheit und Qualitätssicherung in neu zu errichtenden Herzzentren sowie mit Cross-Border-Health Care und Cross-Border-Transplantationen. Was die eingeladenen Experten betrifft, so kommt ein Drittel von ihnen aus dem Südosten Europas, selbstverständlich sind auch Eltern unter den Teilnehmern.
Weitere Themen sind die überregionale Kooperation zwischen großen Pädiatrischen Zentren und versorgenden bzw. zuweisenden Spitälern. Analysiert werden auch die Auswirkungen der für 2012 erwarteten
Directive on Patients´ Rights in Cross-Border Health Care, die den grenzüberschrei-tenden Zugang zu ärztlicher Versorgung innerhalb der EU neu regeln wird.
„Die Konferenz bietet ein Forum für eine offene interdisziplinäre und multiprofessionelle Diskussion sowie die Möglichkeit zur Netzwerkbildung. Sie soll das Fachwissen von ExpertInnen im universitären und extra-universitären Bereich nutzen, um den bestehenden Ungleichheiten entgegenzuwirken, u.a. durch die Entwicklung von Mentoring- und Twinning-Programmen“, so die beiden Veranstalter.
Beide betonen auch die wichtige Rolle der EU und der MedUniWien bei der Realisierung der
„Bridges for CHILD“ Konferenz, die allen TeilnehmerInnen und beteiligten Institutionen die Möglichkeit gibt, ihre soziale Verantwortung gegenüber schwerkranken Kindern in Europa wahrzunehmen.
Anmerkung an die Redaktion:
Für weitere redaktionelle Informationen wenden Sie sich bitte an:
ulrike.salzer@meduniwien.ac.atT: +1 40 400 - 3232 (-3292)
Prof. Ulrike Salzer-Muhar hat zwei Jahrzehnte in der Working Group „Psychosocial Care from Fetus to Adult“ der Association for European Paediatric and Congenital Cardiology (AEPC) mitgearbeitet und sich im humanitären Bereich engagiert.
Prof. Christoph Aufricht ist geprägt durch seine Aktivitäten in Forschung und Wissenschaft, aber auch durch seine langjährige Mitarbeit in der Ethikkommission im AKH Wien.
Pressetext CHILD 10112011 (536.8 KB)