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Zeckenimpfung
Zenz Univ.-Prof. Dr. Werner Zenz *)
Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Graz


F: Ich habe einen zwölf Monate alten Sohn. Wir halten uns sehr viel in freier Natur auf und ich habe Angst, dass er von einer Zecke gestochen werden könnte. Ab welchem Alter kann ich mein Kind impfen lassen?


A: In der Regel werden Kinder ab dem ersten Lebensjahr geimpft. In Gebieten mit starkem Zeckenbefall, wie etwa in der Steiermark, wird eine Impfung bereits ab dem 7. Lebensmonat empfohlen.

Der Kinder-Impfstoff entspricht einer halbierten Dosis eines Erwachsenen-Impfstoffes. Zunächst werden zwei Impfungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen durchgeführt, danach ist ihr Kind zu 90 Prozent geschützt. Die dritte Impfung erfolgt nach 9 bis 12 Monaten. Die erste Auffrischungsimpfung soll nach drei Jahren gegeben werden, danach alle fünf Jahre.

Zecken sind die Überträger des sogenannten „FSME-Virus". Die Abkürzung FSME steht für „Frühsommer-Meningoenzephalitis", einer ausgesprochen gefährlichen Erkrankung, die zur Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führt. Bei Erwachsenen sterben ein bis zwei Prozent der Patienten nach einer Erkrankung, drei bis elf Prozent haben bleibende Schäden, wie Lähmungen, oder leiden an ständigen Kopfschmerzen. Im Kindesalter verläuft die Krankheit gutartiger, wenngleich es auch bei den Kindern Fälle mit schweren, bleibenden Folgeschäden gibt.

Daher: Lassen Sie Ihren Sohn gegen das FSME-Virus impfen

*) Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
Erstellt am 21.10.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008