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Asthma
Eber Univ.-Prof. Dr. Ernst Eber *)
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Graz Klinische Abteilung für Pulmonologie/Allergologie


F: Woran kann ich erkennen, ob meine siebenjährige Tochter an Asthma leidet?


A: Asthma bronchiale stellt heute eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter dar (in Österreich sind etwa 10%, d.h. deutlich mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche betroffen). Leider wird die Erkrankung noch immer nicht bei allen Patienten frühzeitig erkannt, und damit bei diesen Kindern und Jugendlichen auch nicht wirksam behandelt. Grundsätzlich stellt (vor allem im Vorschulalter) die Vorgeschichte (=Anamnese) den Schlüssel zur Diagnose dar. Hier sind insbesondere Episoden mit pfeifenden/keuchenden/ziehenden Atemgeräuschen und/oder erschwerter Atmung, nächtlicher oder frühmorgendlicher Husten unabhängig von Erkältungskrankheiten, Husten bei/nach körperlicher Belastung (z.B. Schulturnen) und langwieriger Husten bei/nach grippalen Infekten von Bedeutung. Weitere Hinweise können sich aus Beschwerden bei/nach Kontakt mit Haustieren oder Pollen bzw. während einer gewissen Jahreszeit und Beschwerden während eines chronischen Schnupfens, einer chronischen Bindehautentzündung oder einer sog. atopischen Dermatitis (=Neurodermitis) ergeben. Da eine erbliche Neigung für die Entwicklung von Asthma besteht, kann darüber hinaus auch die Familienanamnese bezüglich allergischer Erkrankungen von Bedeutung sein.
In der Regel wird die Diagnose Asthma bronchiale im Schulalter (bei ausreichender Kooperation von Seiten des Kindes) außer durch die typische Vorgeschichte mittels Lungenfunktionsuntersuchungen gestellt. Allergietests vervollständigen die Diagnostik.
Eine moderne Asthmatherapie schließt eine medikamentöse Behandlung ebenso mit ein wie vorbeugende Maßnahmen und Schulungen von Kindern und Eltern.


*) Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
Erstellt am 19.11.2006 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008