Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch *) Abt. f. Kinder- u. Jugendheilkunde, Klagenfurt Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
F: Ich halte mich mit meiner zwei Monate alten Tochter und meinem sieben Jahre alten Sohn gerne im Freien auf. Wie verhalten wir uns am besten bei hoher Feinstaubbelastung? A: Wir alle wissen, dass es grundsätzlich sehr gesund ist, an der frischen Luft spazieren zu gehen. In Zeiten hoher Feinstaubbelastung rate ich Ihnen, sich täglich über die gerade aktuellen Schadstoffwerte in der Luft zu informieren. Sie erfahren diese Werte im Internet unter: http://www.umweltbundesamt.at/umwelt/luft/luftguete_aktuell/tgl_bericht/Liegt die Feinstaubbelastung über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, dann ist es sinnvoller, mit Ihren Kindern nicht zu lange draußen zu bleiben. Vor allem, wenn Ihr Sohn im Freien unter Feinstaubbelastung Sport betreibt, ist das gefährlich, da er durch die körperliche Aktivität die doppelte Menge an Schadstoffen einatmet. Achten Sie auch darauf, sich mit Ihren Kindern nicht in der Nähe stark befahrener Straßen aufzuhalten, da dort neben den Abgasen auch noch der Staub aufgewirbelt wird. Kinder sind bekanntlich empfindlicher als Erwachsene. Wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Kinder stark räuspern oder husten und kurzatmig werden oder gar Schleim heraus husten, dann ist das oft ein Zeichen, dass die Luftverschmutzung hoch ist und der Feinstaub die Luftwege gereizt hat. In diesem Fall rate ich Ihnen, Ihr Kind bei einem Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde untersuchen zu lassen. *) Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
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