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Komplementäre Medizin / Verkühlungen
Wie behandelt die Komplementäre Medizin, wenn bei Kindern besonders häufig Verkühlungen auftreten?

Kinder haben einen anderen Bezug zum fieberhaften Prozess als Erwachsene. Fieber ist ein Ausdruck für Immuntraining bzw. den Aufbau der kindlichen Abwehr. Besonders Kindergarten und Volksschule sind eine beliebte „Übungszeit": Ein paar Kinder sind immer verkühlt und animieren die anderen, es ihnen nachzumachen (= Ansteckung). Die Krankheitssituation braucht aber Kontrolle und Unterstützung, um im Rahmen zu bleiben und Komplikationen zu vermeiden. Dazu ist meist eine regulative Therapie im Sinne der Komplementären Medizin (z.B. Anthroposophische Medizin, Homöopathie) ausreichend. Antibiotika sind nur bei besonders schweren Fällen notwendig. Nach Ablauf eines grippalen Infektes ist auch eine Erholungszeit zu berücksichtigen. Außerdem ist Vorbeugung notwendig, um das Abwehrsystem zu stabilisieren. Auch dazu sind Medikamente aus der Komplementären Medizin oft sinnvoll. Sie werden der individuellen Situation des Kindes entsprechend ausgewählt und sollten als „Konstitutionstherapie" über längere Zeit gegeben werden. Ebenso wichtig ist eine gesunde Lebensführung mit richtiger Ernährung und regelmäßiger vernünftiger Bewegung in der frischen Luft – allerdings mit ausreichender Kleidung, um die „Verkühlung" zu vermeiden.

Dr.Johann Moravansky
FA für Kinder- und Jugendheilkunde, Wien ÖAK Diplom für Anthroposophische Medizin
Erstellt am 28.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008