Mit welchen Nebenwirkungen muss man bei einer Asthma-Behandlung mit Cortison-Präperaten rechnen? Bei einer Cortison-Inhalationstherapie sind Sorgen wegen Nebenwirkungen meist nicht gerechtfertigt. Diese speziellen Präparate wirken nach der Inhalation vorwiegend in den Bronchien, durch raschen Abbau in der Leber gelangt nur wenig Cortison in den Gesamtorganismus. Damit ergibt sich der Vorteil, ein hochwirksames Asthma-Präparat dorthin zu bringen, wo es benötigt wird. Gleichzeitig werden unangenehme systemische Cortison-Nebenwirkungen wie z.B. Wachstumsrückstand, dickes Gesicht, vermehrte Behaarung vermieden. Allerdings ist diese Therapie nur dann voll wirksam, wenn die Inhalationstechnik mit dem jeweiligen Gerät (Dosieraerosol mit Vorschaltkammer, Pul-verinhalator) ausgezeichnet beherrscht und technisch einwand-frei durchgeführt wird. Der behandelnde Arzt schult meist den Patienten und die Eltern genau ein. Ein Tipp: Nach der Inhalation sollte immer der Mund gespült werden, damit etwaiger, im Mund liegengebliebener Wirkstoff nicht geschluckt und in den Organismus aufgenommen wird. Nebenwirkungen können auch vermieden werden, wenn das Cortison-Präparat in der geringsten wirksamen Dosis verabreicht wird. Diese Dosiseinstellung wird vom behandelnden Arzt oder in einer Asthma-Spezialambulanz sehr sorgfältig auf den Asthmaschweregrad und die Lungenfunktion des Patienten abgestimmt.
Univ.-Prof.Dr.Maximilian Zach Leiter der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Pulmonologie/Allergologie an der Univ.-Kinderklinik Graz
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