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Sport mit Asthmakindern
Information für alle die mit Asthmakindern Sport betreiben

OA Dr.Horak Elisabeth
Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Innsbruck

Sport verhindert, dass das Kind zum Aussenseiter wird.
Sport verbessert die Atemfunktion des Asthmatikers.
Sport macht fit.

Etwa 10% aller Kinder sind von Asthma bronchiale betroffen.

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale ist eine Atemwegserkrankung.
Es kommt dabei auf dem Boden einer chronischen (allergischen) Entzündung zur

  • Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
  • Schwellung der Bronchialschleimhaut
  • vermehrten Sekretion eines zähen Schleimes.
Die Folge sind Husten, erschwerte Atmung und Atemnot. Manchmal ist auch ein pfeifendes oder giemendes Atemgeräusch zu hören.

Als auslösende Ursachen
kommen einerseits Allergien (Hausstaub, Tiere, Pollen, usw.) in Frage, andererseits unspezifische Reize wie Kälte, Rauch, Aufregung oder Infekte.

Ein weiterer wichtiger Auslöser für Asthmaanfälle ist körperliche Anstrengung. Dennoch sollen Asthmatiker Sport treiben. Eine Turnbefreiung ist nur in ganz seltenen Fällen notwendig und sinnvoll! Ein Asthmakind braucht sicher die besondere Aufmerksamkeit der SportlehrerInnen, aber Sport ist speziell bei Kindern mit Asthma für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung wichtig. Kinder die Sport betreiben, können mit ihrem Asthma besser umgehen und verbessern ihre Atemfunktion.

Voraussetzung für die Teilnahme am Sport ist jedoch, dass das Asthma optimal behandelt ist. Die sogenannte Basistherapie muss stimmen.


Daneben spielt die Art der Belastung eine wesentliche Rolle. Das Auftreten des Belastungsasthmas ist abhängig von:

  • Dauer der Belastung
  • Stärke der Belastung
  • Art der Belastung
      Was ist deshalb bei Kindern mit Anstrengungsasthma zu beachten?

      Kinder mit Anstrengungsasthma sollten kurz vor der sportlichen Betätigung (vor der Turnstunde) das vom Arzt verordnete Medikament inhalieren. Das Kind kann dann meistens ohne Beschwerden am Turnunterricht teilnehmen. Hat ein Kind akute Beschwerden (Husten, Atemnot), soll es natürlich nicht mitturnen.

      Aufwärmübungen zu Beginn der sportlichen Betätigung sind empfehlenswert, wobei sich wiederholende kurzdauernde leicht Belastungen (Dauer 1-2 Minuten) günstig sind, das sogenannte Warmlaufen aber ungünstig ist.

      Sportarten mit Intervallbelastung (z.B. Ballspiele, Tennis) sind für Kinder mit Anstrengungsasthma meist leichter zu bewältigen als Ausdauersportarten. Unter den Ausdauersportarten haben sich Schwimmen und Radfahren als günstig erwiesen, längeres Laufen (Joggen) reizt die Bronchien am stärksten.
       
      Tritt Atemnot auf, so sollten sofort 2-4 Hübe eines bronchialerweiternden Medikaments inhaliert werden, gegebenenfalls kann die Inhalation nach 10 Minuten wiederholt werden.
    • Erstellt am 27.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008