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Durchschlafstörungen
Was kann man tun, wenn Kleinkinder nicht durchschlafen?

Nächtliche Durchschlafstörungen sind bei Säuglingen und Kleinkindern ein weit verbreitetes Problem. Leider gibt es kein Allheilmittel, verschiedene Maßnahmen können jedoch helfen: Keinesfalls sollte man das Zubettbringen so lange hinauszögern, bis das Kind total übermüdet ist. "Ausschreien lassen" ist ebenfalls nicht zu empfehlen – das Kind könnte zusätzlich Angst entwickeln, dass es allein gelassen wird. Medikamente sind bei Kindern fast nie angebracht (eventuell möglich sind pflanzliche Präparate oder Ähnliches). Besonders wichtig sind ein möglichst harmonisches Zubettbringen, ein ruhiger, nicht zu dunkler Schlafplatz in der Nähe der Eltern, sowie eine geregelte Zeit. Wacht das Kind regelmäßig nachts auf, kann man u.a. die Methode des "Shapings" anwenden: Man versucht, die Zeitspanne zwischen den Besuchen der Eltern am Bett des Kindes auszudehnen: Die Eltern kommen in der 1. Nacht nach 2 Min. zum Kind, in der 3. Nacht nach 5 Min., in der 5. Nacht nach 10 Min. usw. Oft ist es auch hilfreich, wenn die Eltern sich in der nächtlichen Betreuung des Kindes abwechseln. Für eine individuelle Beratung wendet man sich am besten an ein Kinderspital mit einer "Schlafambulanz" (Adressen unter: www.docs4you.at

ao.Univ.-Prof.Dr.Reinhold Kerbl
Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz
Leiter d. Arbeitsgruppe "Schlafmedizin und Schlafforschung" der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
Erstellt am 29.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008