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Zur Diagnostik von Trauer und Angst
Zur Diagnostik von Trauer und Angst:

Die Frage, ob für ein Kind die diagnostische Terminologie einer Depression oder Angststörung zulässig oder richtig ist, beinhaltet neben definierbaren psychologischen Ein- und Ausschlusskriterien oftmals auch ethische Aspekte. So werden Auffälligkeiten in diesem Bereich oftmals von Eltern und Laien als banal oder "normal" interpretiert und emotional abgewertet, wenn ein kindliches Verhalten nicht nicht der Erwartung der Umgebung entspricht. So kann es vorkommen, dass ein wirklich deprimiertes Kind nicht genügend ernst genommen wird, und somit die dringend notwendige Hilfe nicht angefordert wird und deswegen auch ankommt. Natürlich wird genauso oftmals eine intermittierende gedrückte Stimmung vom Umfeld dramatisiert und so "aus einer Maus ein Elefant"gemacht. Beides ist für das betroffenen Kind nicht günstig.

Nun zur Frage der Diagnostik: diagnostische Fragebögen sind zur Dokumentation für den Arzt hilfreich und zur Erfassung des elterlichen Erlebens ihrer Beziehung und ihrer Sichtweise ihres Kindes gut, sie werden auch gerne von den Eltern augefüllt (Fremdbeurteilungsbögen). Die Selbstbeurteilungs Fragebögen ab dem Schulalter dienen meist psychologischen Erhebungsen, bringen aber für Kinder und Jugendliche selbst enttäuschen wenig.

Deshalb ist es besonders wichtig und wertvoll, wenn sich der Kinderarzt nicht nur auf Ergebnisse von Fragebögen stützt, sondern sich selbst ein kompetentes Bild, einen Befung über das Vorstellungssymtom Angst und/oder Traurigkeit macht.

In der folgenden Aufstellung werden verschiedene Aspekte der Klassifikation von Angst und Traurigkeit vorgestellt.
Erstellt am 29.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008