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Trennung von Mutter und Baby
Bestehen Gefahren bei einer zu frühen Trennung von Mutter und Kind?
Kinder brauchen sehr viel Liebe, Betreuung und Umsicht bis sie den "Alten" entwachsen, sprich langsam erwachsen werden. Im Idealfall sind es Mutter und Vater, aber auch Großeltern, Geschwister, Freunde, Verwandte, durchaus auch vertraute "Leih-Omas", die alle zu einem Aufwachsen in Liebe, Harmonie und Freude beitragen. Das Stillen des Babys, eine vertraute Umgebung und viele gemeinsame positive Erlebnisse z.B. fördern eine feste Bindung an die Familie. Spätere Belastungen, besonders in der Pubertät, können dann besser verkraftet werden, wenn man auf festen Halt in seiner Familie bauen kann. Die meisten Erlebnisse und Situationen werden - hoffentlich - mit Zuversicht, Freude und Optimismus durchlebt. Fehlt nämlich der positive Grundtenor, läuft das Kind Gefahr, dass es Unsicherheit, Angst oder Mutlosigkeit "einlernt", die es oft ein Leben lang begleiten. Trotz unserer Wohlstands-Gesellschaft können aber nicht alle ihrem Kind derart ideale Rahmenbedingungen bieten. Besonders schwer haben es z.B. alleinerziehende Mütter (und auch Väter), die neben ihrem - meist aus finanziellen Gründen - Fulltime-Job auch noch die gesamte Erziehungsaufgabe übernehmen. Für alleinerziehende Mütter geeignete Teilzeitjobs und mehr flexible, erschwingliche Kinder-Betreuungseinrichtungen sind daher gefragt in unserer, vom Wettbewerb dominierten Arbeitswelt. Ganz abgesehen von "geduldigen" Arbeitgebern mit Verständnis für kurzfristigen Pflegeurlaub und Schulprobleme.

Dr.Gerd Seyerl
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in St.Veit/Glan
Erstellt am 24.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 16.5.2009