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Osteoporose - Colagetränke
Stimmt es, dass cola-hältige Getränke Osteoporose verursachen können?

Besonders sportlich aktive Jugendliche neigen oft zu übermäßigem Konsum von Cola-Getränken. Allerdings hat das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik herausgefunden, dass gerade bei Mädchen, die oft solche Softdrinks zu sich nehmen, das Knochenbruchrisiko um das
3-fache erhöht ist. Sporttreibende Jugendliche haben allgemein im Vergleich zu Altersgenossen, die auf Softdrinks verzichten, ein 5-fach erhöhtes Risiko. Der Grund dafür ist, dass die Cola-Getränke ca. 140 mg Phosphat/Liter beinhalten, wodurch die Kalziumaufnahme in den Knochen verhindert wird. In der Folge kommt es zu einer Verringerung der Knochendichte und zu einer Erhöhung der Knochenbrüchigkeit (erhöhtes Osteoporose-Risiko im Alter). Gleichzeitig verzichten Jugendliche aus Angst vor Übergewicht oft auf kalziumhältige Nahrung (Milch und Milchprodukte). Die empfohlene Kalziummenge liegt bei 1.200 mg/Tag, die meisten Kinder nehmen allerdings nicht mehr als 800 mg zu sich. Um eine möglichst effektive Osteoporose-Prävention im Kindes- und Jugendalter zu erzielen, sollten die Jugendlichen kalziumhältige Mineralwässer und Fruchtsäfte konsumieren.

Dr.Alfred Karl Klabuschnigg
FA für Kinder- und Jugendheilkunde, Zistersdorf
Erstellt am 23.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008