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Osteoporose / kalziumreiche Ernährung
Wenn man bei Kindern und Jugendlichen großen Wert auf kalziumreiche Ernährung legt, kann das das Osteoporose-Risiko im Alter senken?

Neueste wissenschaftliche Studien belegen, dass kalziumreiche Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität in der Kindheit und Jugendzeit die Knochenmasse positiv beeinflussen können. Auch das Risiko einer späteren Osteoporose-Erkrankung kann so deutlich gesenkt werden. Rund um das 18. Lebensjahr werden ca. 90% der erblich bestimmten maximalen Knochenmasse - medizinisch auch als Peak Bone Mass bezeichnet - erreicht. Eine ausreichende Zufuhr von Kalzium (chemische Bezeichnung Ca) in dieser Zeit füllt die Mineraldepots im Knochen. Werden in Kindheit und Jugend nicht ausreichend Knochenreserven angelegt, kommt es im Alter zu Osteoporose (der natürliche Knochenabbau beginnt ab dem 35. Lebensjahr). Hier einige Tipps für eine optimale Ca-Versorgung:
Der empfohlene Tagesbedarf für Jugendliche liegt bei ca. 1.200 mg. Besonders viel Ca enthalten Milch- und Milchprodukte, Beeren, Brokkoli, Kohl, Spinat, Kresse, natürliches Mineralwasser und Petersilie. Eiweißreiche, fette und sehr salzige Nahrung erhöhen den Tagesbedarf an Ca auf das Doppelte (1 g Kochsalz "raubt" 26 mg Ca), während bei normaler Eiweißzufuhr und salzarmer Nahrung die Ca-Bilanz schon mit 450 mg täglich ausgeglichen ist. Lebensmittel mit Oxalsäure (z.B. Schokolade) vermindern ebenfalls die Ca-Aufnahme. Cola-Getränke und andere phospathältige Limonaden bewirken hohe Ca-Verluste und sollten deshalb vermieden werden.

Prim.Univ.-Prof.Dr.Karl Zwiauer
Vorstand der Kinder- und Jugendabteilung am KH St. Pölten
Erstellt am 23.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008