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Anorexia nervosa und Leistungssport
Anorexia und Leistungssport Unter Anorexia athletica versteht man eine besondere Form der Magersucht bei jungen SportlerInnen.

Sport und Leistungssport werden von der Gesellschaft hoch bewertet, und bei vielen Sportarten ist niedriges Gewicht ein wichtiger Leistungsfaktor.
Die Prävalenz von Essstörungen in der Gesamtpopulation wird mit bis 11 % angegeben, bei Sportlern je nach Sportart mit bis 55 % (Sundgot-Borgen et al, 2004). Von den an die Kinderpsychosomatik Graz zugewiesenen Mädchen mit Anorexia nervosa betreiben 50 % und von den Knaben annähernd 100 % Leistungssport.
Die direkten und indirekten Folgen der Mangelernährung sind weit reichend. Es kommt zu Wahrnehmungsstörung, Wachstumsstörung, verzögerter Pubertätsentwicklung und verminderter Knochendichte. Eine Krankheitseinsicht fehlt meist.

So wurde im Herbst 2006 ein Projekt gestartet mit dem Ziel, unter Betroffenen, Gefährdeten und Sporttrainern eine Sensibilisierung und Früherkennung von Anorexia athletica zu erreichen. Dies ist umso bedeutender, da die entstehenden gesundheitlichen und psychosozialen Probleme wie mangelnde Knochendichte und Wachstumsstörung sowie selektive Wahrnehmungsverzerrung bei langer Erkrankungsdauer nicht vollkommen behebbar sind. Erreicht werden soll dies durch ein intensives Informationsprogramm.

Diesen Artikel finden Sie auch unter:
http://www.kinderpsychosomatik.at/
Erstellt am 31.1.2007 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008