Im Zuge dieses Projektes werden allgemein gültige Richtlinien für Sondenernährung und Sondenentwöhnung bei Kindern entwickelt. Internationale Experten in verschiedenen Subgruppen beschäftigen sich mit Fragen der Indikationen, Kontraindikationen und mit der Frage nach der optimalen Form parenteraler Ernährung. Nach einem ersten Meeting im April 2004 findet das nächste Meeting im Oktober 2006 in Berlin statt. Seit Einführung von PEG-Sonden vor etwa 15 Jahren haben viele Kinder europaweit solche erhalten. Weltweit existieren keine klaren Richtlinien über Indikationen und Kontraindikationen für Sondenernährung, keine Richtlinie für die Art der Sonde, keine Regeln für das Entfernen solcher. Das führte zu einem Wildwuchs an Gepflogenheiten, die sich von Haus zu Haus massiv unterscheiden. Obwohl jedes Zentrum das Wohl des Patienten im Auge hat, gehen wir davon aus, dass dieses "ungeregelte Versuchen" nicht immer die bestmögliche Behandlung garantiert. Also sollen in einem Pilotprojekt konsensuelle Guidelines zu diesen Fragen erarbeitet werden. In einer ersten Phase werden daran die Kinderklinik Graz, das Universitäts-Kinderspital Zürich und das Klinikum Virchow-Charite teilnehmen. In einer zweiten Phase, die im Rahmen des geplanten EU-Pro9jektes realisiert werden soll, werden in diese Konsensusguidelines auch Experten aus ganz Europa, Kanada, USA und Australien miteinbezogen. Als Endprodukt sollen Guidelines entstehen, die von möglichst vielen Fachgesellschaften anerkannt und beschlossen werden und als Leitfaden für Ärzte in ganz Europa dienen, um den sondenernährten Kindern eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Projektleitung: Prof.M.Dunitz-Scheer, Dr. Thomas Trabi Rückfragen an: thomas.trabi@gmx.atDieses Artikel finden Sie auch unter: http://www.kinderpsychosomatik.at/
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