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Zufüttern - Wann, was, wie?
Wenn Sie zufüttern müssen oder wollen oder gar nicht stillen, stehen Ihnen sehr gute Milchfertignahrungen zur Verfügung, die dem Baby die Nährstoffe geben, die es benötigt. Auch wenn Sie nicht stillen, können Sie Ihrem Baby die Liebe und Wärme vermitteln, auf die es angewiesen ist.

Neugeborene: In den ersten Tagen ist ein Gewichtsverlust gegenüber dem Geburtsgewicht von 8-10% üblich und tolerabel. Erst wenn bei guter Stilltechnik die Gewichtsabnahme darüber hinausgeht, muß eine Milchfertignahrung gegeben werden. Solange der Gewichtsverlust nicht so groß ist, kann bei Bedarf auch Tee oder Zuckerlösung (MDF) angeboten werden. An vielen Abteilungen ist man bemüht, die Gewöhnung an den Schnuller in den ersten Tagen zu vermeiden, um das Saugen an der Brust nicht zu stören. Dann kann vorübergehend mit dem Fingerfeeder oder dem Becher zugefüttert werden. Diese Techniken müssen allerdings gut gelernt werden.

Säuglinge: Die meisten Babys nehmen in den ersten 3-4 Monaten ca. 150-200g/Woche zu. Zumindest soll eine Gewichtszunahme von 100g/Woche erreicht werden. Wenn ein Baby in den ersten Monaten über mehrere Wochen nur wenig oder gar nicht zunimmt, obwohl das Stillen funktioniert, muß zugefüttert werden.

Optimal wäre es, abgepumpte Milch der eigenen Mutter zuzufüttern. Wenn das Abpumpen nicht klappt, muß eine industrielle Fertignahrung zugefüttert werden. Bei jeder Mahlzeit soll das Baby aber dennoch vor dem Zufüttern angelegt werden. Ältere Säuglinge: Ab dem 5. Monat kann auch mit Beikost zugefüttert werden.

© Ernährungskommission
Erstellt am 23.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008