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Bauchschmerzen nach Tunesienurlaub - Anzeichen für Gelbsuchtinfektion?
Können Bauchschmerzen nach einem Urlaub in Tunesien ein Anzeichen für eine Gelbsuchtinfektion sein?
Die Gefahr einer Gelbsuchtinfektion ist in Ländern wie Tunesien, Türkei oder Griechenland aufgrund der geringeren hygienischen Standards besonders hoch. Das Gelbsucht (Hepatitis A)-Virus wird vorwiegend über Leitungs- und Badewasser, kalte Speisen (Salate, Eis), Stuhl und Harn übertragen. Infektionsgefahr besteht aber nicht nur in südlichen Ländern, sondern auch bei uns, wenn z.B. Kontakt zu infizierten Personen (zurückgekehrte Urlauber oder Gastarbeiter) besteht. Die beste Vorsorge ist eine Schutzimpfung, denn bereits 14 Tage nach der 1. Teilimpfung ist die Schutzwirkung gegeben. Nach der 2. Teilimpfung besteht ein Schutz für volle 10 Jahre. Dadurch ist auch die Ansteckungsgefahr in Schulen und Kindergärten gebannt. Erste Symptome einer Hepatitis A-Erkrankung sind Übelkeit, Erbrechen, Fieber und unbestimmte Bauchschmerzen. Ob tatsächlich eine Infektion vorliegt, kann Ihr Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde mittels einer Blutuntersuchung eindeutig klären. Die Therapie hängt von der Schwere der Gelbsuchterkrankung ab.

Dr.Erwin Pokorny
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien
Erstellt am 24.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 16.5.2009