Was muss man beachten, wenn man Kinder gegen Grippe impfen lässt? Die echte Virusgrippe (verursacht durch das Influenza-Virus) ist eine schwere Erkrankung. Eine Impfung ist deshalb unbedingt anzuraten. Da sich der Influenza-Erreger ständig ändert, gibt es jedes Jahr einen neuen Impfstoff. Dieser ist in jeder Apotheke erhältlich. Säuglinge können ab dem 7. Lebensmonat geimpft werden. Ist der Säugling jünger, ist es empfehlenswert, alle Betreuungspersonen zu impfen, da eine Grippe bei Säuglingen sehr heftig verlaufen kann. Bis zum 35. Lebensmonat wird nur die halbe Dosis verabreicht. Kinder bis 8 Jahre sollten bei der Erst-Impfung 2 Dosen im Abstand von 4 Wochen erhalten. Kinder mit erhöhter Gefährdung (z.B. bei chronischen Herz-Kreislauf-Lungenerkrankungen, Nieren-erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen) profitieren von der Impfung sehr, da eine Grippe für sie ein großes Risiko darstellen würde. Gesunde Kinder zwischen 4 und 10 Jahren erkranken meist nicht schwer, können aber ungeimpfte Großeltern leicht anstecken (daraus resultieren bis zu 2.000 Todesfälle in Österreich pro Jahr). Kinder impfen bringt so auch etwas für Oma und Opa, die natürlich auch selbst geimpft sein sollten. Zur Reduktion von Unverträglichkeitsreaktionen sollen bevorzugt quecksilberfreie Impfstoffe verwendet werden.
DDr.Wolfgang Maurer Experte für Impfwesen an der Universitäts-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde im AKH Wien
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