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Hepatitis-B-Impfung
Es wird zusätzlich zu den Impfungen für Kleinkinder auch eine Impfung gegen Hepatitis B empfohlen. Wodurch bzw. wie werden die Viren übertragen?
Ist die Krankheit heilbar?

Die Übertragung der Viren kann durch infiziertes Blut oder Blutprodukte sowie durch Geschlechtsverkehr erfolgen. Weiters kann bei Hepatitis B-infizierter Mutter das Kind bei der Geburt infiziert werden. Die Infektion kann unbemerkt bleiben, obwohl sich die Viren im Körper vermehren und im Blut nachweisbar sind (Blut ist infektiös). Es kann zu einer Leberentzündung verschiedenen Grades kom-men; diese kann ausheilen oder chronisch werden und in späterer Folge zu einer Leberzirrhose oder zu einem Leberzellkarzinom führen. Die Infektion ist bislang nur bei einem Teil der Fälle heilbar, weil es noch kein ausreichend gut wirkendes Medikament gegen das Virus gibt. Da die Verbreitung der Infektion durch Geschlechtsverkehr am häufigsten erfolgt und die Langzeitimmunität bei Impfung im Kindesalter deutlich besser ist, wird nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch bei uns schon im Säuglingsalter mit der Impfung begonnen. Damit ist nach einer Auffrischungsimpfung im 12. Lebensjahr ein guter Schutz vor Eintritt in das sexuell aktive Alter gegeben.

OA Dr.Irene Gödl
Abteilung Kinderinfektion am Wilhelminenspital in Wien
Erstellt am 24.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 16.5.2009