Wie gefährlich sind Masern wirklich und wie kann man sich schützen? Zu oft werden Masern als harmlose "Kinderkrankheit" unterschätzt: Tatsächlich stirbt in Industrieländern durchschnittlich einer von 1.000 Erkrankten. Bei 20% treten Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Durchfall, Fieberkrämpfe etc. auf. Wegen der viel zu geringen Impffreudigkeit gibt es in Österreich pro Jahr mehr Masernfälle als in den USA! Außerdem starben in Österreich seit 1997 acht Personen an der seltenen Masernkomplikation SSPE (subakuten sklerosierenden Panenzephalitis). Wirksam vorbeugen kann man nur durch eine Impfung: Der Masernimpfstoff ist in Form des Dreifachimpfstoffs Masern-Mumps-Röteln erhältlich. Ab dem vollendeten 1. Lebensjahr kann geimpft werden. Eine zweite MMR-Impfung erfolgt im 7. Lebensjahr (kann auch vorgezogen werden). Erwachsene oder ältere Jugendliche, die noch nicht an Masern erkrankt waren, können problemlos nachgeimpft werden. Der Impfstoff ist gut verträglich und durch die zweimalige Impfung hervorragend wirksam.
DDr.Wolfgang Maurer Experte für Impfwesen an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde im AKH Wien
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