Invasive Pneumokokken-Erkrankungen in Österreich von 2001 bis 2003 bei Kindern unter 5 Jahren (Dr.Pamela Rendi-Wagner, Prof.Dr.Herwig Kollaritsch) Von Februar 2001 bis Jänner 2003 wurde unter der Leitung der Abteilung für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der medizinischen Universität Wien in Zusammenarbeit mit allen österreichischen Kinderabteilungen und mikrobiologischen Labors eine österreichweite epidemiologische Studie zur Erfassung invasiver Pneumokokken Erkrankungen durchgeführt. Es wurden 77 Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren diagnostiziert (44% Meningitis, 56% Sepsis) 5 Kinder verstarben. Die Gesamtinzidenz betrug 14 pro 100.000 Kindern und Jahr, wobei erwartungsgemäß die höchste Inzidenz in der Gruppe der Säuglinge ( kleiner als 1 Jahr) auftrat. In 73% der Fälle wurde eine Serotypysierung durchgeführt, wobei 70 % der untersuchten Stämme im 7 valenten Impfstoff (Prevenar) enthalten waren, weitere 14 % wiesen eine enge Verwandtschaft mit den Impfstämmen aufgrund der selben Serogruppenzugehörigkeit auf. Somit erreicht der Impfstoff eine Serogruppenabdeckung von 85 %. Wie im österreichischen Impfplan empfohlen, ist daher der Impfschutz mit dem 7 valenten Pneumokokkenimpfstoff anzustreben, wobei entsprechend der hohen Erkrankungsinzidenz der unter 1 jährigen eine möglichst frühzeitige Prävention spricht. Dr.R.Schmitzberger Pneumokokkenbroschuere.pdf 353.5 kB Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage www.impfwelt.at
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