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Wandern mit Kindern
Was muss man beachten, wenn man mit Kindern wandern geht?
Damit der Ausflug für das Kind und die Begleitpersonen ein gelungenes Erlebnis wird, sollte man vor allem beachten, dass Kinder nicht so belastbar sind wie Erwachsene. Sie sind rascher überfordert und schneller an ihrer Leistungsgrenze. Kinder benötigen z.B. im Vergleich zu Erwachsenen eine höhere Energiezufuhr. Ebenso ist die Empfindlichkeit gegenüber Hitze und Kälte deutlicher ausgeprägt. Man sollte daher beim Wandern immer zusätzliche Kleidung für Kinder mithaben, da sie schneller unterkühlen. Bei Hitze reagieren Kinder ebenfalls sensibler: Bei zu großer Anstrengung verringert sich die Schweißproduktion. Wird dann auch noch zu wenig getrunken, kann es zu Leistungsabfall bzw. einem Kollaps kommen. Um das zu vermeiden, sollte man sich immer nach dem Tempo des Kindes richten. Wenn es rasten möchte, dann sollte man unbedingt eine Pause machen, in der man dem Kind zu trinken (Mineralwasser, gespritzte Fruchtsäfte) und sinnvolle Snacks (Obst, Müsliriegel) zur Stärkung gibt. Werden Höhen über 2.500 m überschritten, so können – vor allem wenn man übernachtet – Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen etc. auftreten. Deshalb sollte man für größere Touren ausreichend Zeit einplanen, damit sich das Kind an die Höhe gewöhnen kann. Wandern soll vor allem Spaß machen, deshalb sollten die Erwachsenen keinen falschen Ehrgeiz entwickeln und festgesteckten Zielen nachlaufen, sondern lieber gemeinsam und – vor allem im Tempo ihrer Kinder – die Natur entdecken und genießen.

Prim.Dr.Karl Pallasmann
Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im LKH Villach
Erstellt am 10.5.2004 | Zuletzt bearbeitet am 16.5.2009