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Stillen - Wann nicht?
Wann darf nicht gestillt werden?
Erkrankungen, Medikamente, Genußmittel
Es gibt nur sehr wenige Gründe, die zwingend das Stillen verbieten:

Erkrankungen
Einige seltene Stoffwechselerkrankungen des Kindes (Galaktosämie, PKU, Eiweißabbaustörungen...).
Mütterliche HIV- Infektion
Hepatitis C bei sehr hoher Viruslast
Bei kurzen akuten Erkrankugnen der Mutter (z.B. Erkältungen, Brechdurchfall, grippaler Infekt) sollte weitergestillt werden, weil die mütterlichen Antikörper, die das Kind über die Muttermilch bekommt schützen!!

Medikamente
Nur wenige Medikamente, die die Mutter nehmen muß, sind mit dem Stillen nicht vereinbar. Die meisten Antibiotika, viele Schmerz- und Grippemittel, Lokalanästhesie und Stillen nach Narkosen sind erlaubt. Auch ein Röntgen stellt kein Stillhindernis dar.

Dauermedikationen müssen sorgfältig überlegt werden, bei Chemotherapie ist ein Stillen oft nicht möglich.

Das Stillen sollte unterbrochen werden, wenn eine Szintigrafie durchgeführt werden muß.

Während Methadon in den üblichen Dosen kein Stillhindernis darstellt, sind die meisten Suchtmittel nicht mit dem Stillen vereinbar.

Nikotin sollte in der Stillzeit und das Rauchen im Beisein des Kindes gemieden werden. Wenn die Mutter unbedingt rauchen möchte, sollte sie nur nach dem Stillen, ohne Kind und nicht mehr als 5-10 Zigaretten/Tag rauchen.

Alkohol in ganz kleinen Mengen ist erlaubt (Keine harten Getränke). Umweltschadstoffe können in der Muttermilch nachgewiesen werden, bei einer gesunden Mutter besteht deswegen aber kein Grund zur Besorgnis.

© Ernährungskommission
Erstellt am 24.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 16.5.2009