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Sicherheit beim Schwimmen
Wie kann man Kinder am besten vor dem Ertrinken schützen?

Schwimmen und spielen im Wasser ist für das Kind nicht nur eine lustige, sondern auch gesunde Sache. Damit die Aufsichtspersonen den Urlaub genießen können, habe ich einige Bade- und Verhaltensregeln zusammengestellt:
  1. Ganz besonders wichtig ist, das Kind sobald wie möglich (meist um das 5. Lebensjahr) schwimmen zu lehren. Achtung: auch Kinder, die bereits schwimmen können, sind nicht vor dem Ertrinken gefeit.
  2. Das Kind niemals ohne Aufsicht eines Erwachsenen ins Wasser gehen lassen, egal wie seicht es ist.
  3. Der Erwachsene sollte in Erster Hilfe ausgebildet sein, am besten besucht man selbst einen Erste-Hilfe-Kurs.
  4. Dem Kind solange es noch nicht schwimmen kann das Benützen von Luftmatratzen oder aufblasbaren Spielsachen verbieten, wenn das Wasser mehr als hüfttief ist. Das gilt auch für Garten-Bassins.
  5. Biotope und Fischteiche sind besonders gefährlich und müssen mit einem 1,5 m hohen und versperrbaren Zaun abgesichert werden.
  6. Dem Kind folgende Sicherheitsregeln beibringen und auf die Einhaltung achten: Schwimme nie alleine! Hüpfe nie ins Wasser, außer ein Erwachsener kennt die Tiefe und erlaubt es. Benutze immer eine sichere Schwimmweste bei Bootsfahrten, beim Fischen oder beim Spielen an einem Wildbach oder Fluss! Jeder Ertrinkungsfall ist gefährlich. In jedem Fall ist sofort mit der Wiederbelebung zu beginnen und so lange fortzusetzen bis Atmung und Kreislauf wieder einsetzen.
ao.Univ.-Prof.Dr.Willy Kaulfersch
Ärztlicher Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im LKH Klagenfurt
Erstellt am 22.4.2004 | Zuletzt bearbeitet am 23.3.2008