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Rund 15% aller 2jährigen Kinder sind sogenannte „Latetalker“ (Spätsprecher)!
Der aktive Wortschatz mit 2 Jahren laut Elternbeurteilung ist dabei der zuverlässigste Marker. Studien zeigen, dass auch sozio-ökonomisch benachteiligte Eltern zu ausreichender Akkuratheit in der Wortschatzbeurteilung in der Lage sind. 1
Des Weiteren differenzieren Ergebnisse bei "Verstehen von Wörter" gut zwischen Aufholern und Nicht-Aufholern bis zum Alter von 3 Jahren. Late talker mit Schwierigkeiten beim Verstehen von Wörtern zeigen im Alter von 3 Jahren signifikant häufiger (84%) eine Sprachstörung als solche mit unauffälligem Wortverständnis (34%).
Eine weitere wichtige Rolle, ob ein Kind aufholt oder nicht, spielen die folgenden Faktoren:
- Elternsorgen um die Sprachentwicklung
- Position in der Geschwisterreihe (nicht erstes Kind)
- Bildungsniveau der Eltern
Nachgewiesenermaßen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Sprachstörung mit 3 Jahren wenn einer oder mehrere dieser Faktoren zusätzlich zu einem niedrigen aktiven Wortschatz auftreten!
SPES 2 (84.7 KB), das Sprachscreening für 2jährige Kinder besteht also aus den beiden folgenden Teilen:
Elternfragebogen
im Wartezimmer auszugeben, Ausfülldauer maximal 5 Minuten.
- Eckdaten zum Kind
- Geschwisterposition
- Bildungsniveau der Eltern
- Elternsorgen und Einschätzung der Sprache
- Wortliste (= aktiver Wortschatz; 37 Items)
Kinderärztliches Screening
nur durchzuführen bei auffälligem aktivem Wortschatz. Durchführungszeit maximal 5 Minuten.
- Verstehen von Wörtern (=passiver Wortschatz; 9 Items)
Durchführung SPES 2
1Squires et al. 1998
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