Late talker Kinder im Alter von 2 Jahren (auffälliges Ergebnis der Wortliste = aktiver Wortschatz) werden zu rund
50 % beim Sprachscreening im Alter von 3 Jahren wieder auffällig sein!
Die anderen
50 % der Late talker Kinder erreichen bis zum Alter von 3 Jahren ein Sprachniveau innerhalb des Normalbereiches.
Insgesamt zeigen Kinder mit einem auffälligen Ergebnis in der Wortliste eine
6 1/2x erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Sprachentwicklungsauffälligkeit (auffälliges Screening) im Alter von 3 Jahren, im Vergleich zu den im Screening unauffälligen Kindern.
Neben dem aktiven Wortschatz (laut Elternbeurteilung) sind die
folgenden Variablen entscheidend für ein sprachliches Aufholen, oder aber Verharren in der Sprachentwicklungsproblematik:
- Verstehen von Wörtern (= passiver Wortschatz)
- Elternsorgen um die Sprachentwicklung
- eine nicht erste Position in der Geschwisterreihe
- niedrige Elternbildung
32% der Late talker Kinder sind auch im
Verstehen von Wörtern (= passiver Wortschatz) auffällig, d.h. ca. 5% aller 2jährigen Kinder! Ihre Wahrscheinlichkeit für eine Sprachproblematik im Alter von 3 Jahren steigt damit auf
84.1% (im Gegensatz zu 34.3% bei unauffälligem Wortverständnis).
40% der Eltern von Late talker Kindern machen sich
(leichte oder starke) Sorgen um deren Sprachentwicklung! Ihre Wahrscheinlichkeit für eine Sprachproblematik im Alter von 3 Jahren liegt damit bei
71.6% (im Gegensatz zu 36% bei nicht hinzukommenden Elternsorgen).
58% der Late talker Kinder sind in 2. oder weiterer
Position in der Geschwisterreihe. Ihre Wahrscheinlichkeit für eine Sprachproblematik im Alter von 3 Jahren liegt damit bei
59% (im Gegensatz zu 38% für Erstgeborene).
70% der Mütter von Late talker Kindern haben
keinen Maturaabschluss. Die Wahrscheinlichkeit für eine Sprachproblematik dieser Kinder im Alter von 3 Jahren liegt damit bei
57% (im Gegensatz zu 34% bei Kindern mit Müttern mit Matura).
Auffällig bei SPES 2 - Was tun?