Das Screeningverfahren SPES 3, bestehend aus Grammatikbeurteilungen durch die Eltern und Durchführung des Satzverständnistests, ergibt insgesamt, bezogen auf Expertenergebnisse einer umfangreichen psycholinguistischen Untersuchung (Gold Standard), eine Gesamttreffer-Quote von 91.2%. Aufgrund der Expertendiagnose ergab sich hochgerechnet auf die Gesamtgruppe gescreenter 3jähriger eine Häufigkeit spezifischer Sprachstörungen von 8.5% zuzüglich nicht-spezifischer Sprachstörungen (d.h. üblicherweise im Rahmen eines allgemeinen Entwicklungsrückstandes) von 2.6%.
90.3 % der Kinder mit einer diagnosewertigen Sprachstörung waren breits im Screening auffällig (= Sensitivität).
92.4 % der nicht sprachgestörten Kinder waren auch im Screening unauffällig (= Spezifität).
Der positive Vorhersagewert (Positive Predictive Value) des Screenings, bezogen auf eine Sprachstörung liegt bei 60 %, bezogen auf eine Sprachschwäche bei 84 %. Äußerst wenige Kinder mit auffälligem Screeningergebnis (ca. 16%) erweisen sich somit als unauffällig in der Sprachentwicklung.
Auffällig bei SPES 3 - Was tun?
|